Die Sprache und Struktur der WCAG erschweren es Einsteigern, relevante Kriterien schnell einzuordnen.
PERSPECTIVES
Barrierefreiheit verständlich machen.
Digitale Barrierefreiheit ist eine gemeinsame Aufgabe von Design, Content, Entwicklung, Testing und Projektmanagement. Die WCAG liefert dafür wichtige Kriterien, ist für Einsteiger jedoch schwer zugänglich. PERSPECTIVES macht diese Kriterien verständlich und im Arbeitsalltag anwendbar.
Für die Recherche führten wir sieben Interviews und drei Selbsttests durch und verglichen in Miro bestehende Lernangebote, Richtlinien und Informationsstrukturen. Aus der Analyse wurden drei zentrale Probleme sichtbar:
Design, Content, Development und Projektmanagement benötigen jeweils andere Informationen.
Abstrakte Regeln lassen sich nur schwer in konkrete Produktentscheidungen übersetzen.


Die Plattform sollte komplexe Regeln erklären, ohne selbst kompliziert zu werden. Drei Prinzipien leiteten die Gestaltung von Inhalt, Interaktion und UI.
1. Im Kontext lernen, nicht über Richtlinien
Nutzer sollen Barrierefreiheit über praktische Beispiele entdecken statt über lange technische Dokumentation.
2. Nur zeigen, was relevant ist
Inhalte sollen sich an die Rolle und die aktuelle Aufgabe der Nutzer anpassen, statt alles auf einmal zu zeigen.
3. Regeln in Handlungen übersetzen
Jede Richtlinie soll direkt erklären, wie sie in der täglichen Designarbeit angewendet werden kann.

In der ersten Iteration testete ich, wie Filter und WCAG-Inhalte gemeinsam dargestellt werden können:

Zu viele gleich gewichtete Optionen erhöhten den Aufwand beim Verstehen und verdeckten die WCAG-Hierarchie.
Ich gruppierte die Filter und öffnete sie schrittweise. Aktive Filter und die aktuelle Ebene wurden deutlicher gezeigt.

Die Plattform unterstützt drei Aufgaben: WCAG verstehen, passende Kriterien finden und die Umsetzung prüfen.
Informationsarchitektur
Die Landingpage erklärt zuerst, warum Barrierefreiheit relevant ist. Danach können Nutzer direkt zu Guidelines, Checkliste oder Glossar wechseln, je nachdem, welche Unterstützung sie brauchen.

Atomic Design & Styleguide
Die Figma Library wurde nach dem Atomic-Design-Prinzip aufgebaut. Für alle Interaktionen wurden Zustände wie Hover, Fokus und Active definiert. So entstand eine konsistente Grundlage für Design und Frontend.




Finale Arbeitsbereiche


Interaktiver Prototyp in Aktion
WCAG leichter verstehen
Die visuelle Struktur zeigt, wie Prinzipien, Richtlinien und Kriterien zusammenhängen. Komplexe Informationen werden Schritt für Schritt erklärt.
Relevante Kriterien schneller finden
Filter helfen dabei, passende Kriterien für eine bestimmte Rolle oder Aufgabe zu finden. Nutzer müssen nicht die gesamte WCAG durchsuchen.
Einfacher im Projekt anwenden
Erklärungen, Beispiele und eine Checkliste helfen dabei, die Kriterien in konkrete Arbeitsschritte zu übersetzen.


